Aus, Aus, Aus, die Tour ist aus 🚴🏻🚴🏻

Wir haben die Tour de France gemeistert, ohne große Probleme mit der Gesundheit oder dem Material ( die gelöste Schraube am Pedal konnte wieder angezogen werden, die Lager im Vorderrad und das Lenkkopflager konnten nachgezogen werden )

Der Hintern und die Knie haben die Strapazen überstanden. Heute morgen konnte ich von der dritten Etage zum Keller problemlos runter und wieder hochgehen. Morgen beim Schwimmen werden die Buckelwale sich über unsere partielle Bräunung amüsieren😊

Für Heute ist dann Schluss. Wie der Bericht weitergeht weiss ich noch nicht🤔 Erst mal richtig ankommen😊

Heiße Grüße aus Ehrenfeld ( 32 Grad auf der Nordseite )

Euer Achim

Endspurt🚴🏻🚴🏻

Heute wird es richtig heiß, wenn der Wetterbericht stimmt bis zu 33Grad 🏜️🥵

Bis Köln sind es nur noch schlappe 100Km, man kann den Dom schon fast sehen🔭

Also versuchen wir es in einem Rutsch nach Hause zu kommen. Ihr könnt uns ruhig für bekloppt halten😊

Der Gegenwind, unser treuer Begleiter, hat sich heute von seiner fiesesten Seite gezeigt☹️ Wir hatten den ganzen Tag Gegenwind👎👎 Aber aufgehalten hat er uns nicht😊

Allerdings ist durch den Gegenwind der Schweiß besser getrocknet.

Nach dem Start haben wir mehrfach die Grenze zwischen Deutschland und Holland überschritten ohne es zu bemerken. Ein Hoch auf die EU und den Euro👍

Bei einer der Pausen konnten wir eine außergewöhnliche Solaranlage bewundern.

Etwas weiter gab es den Kontrast neue Technik ( den Solarturm von Jülich ) und hinten die alte Technik ( Kraftwerk Weisweiler )

neu gegen alt

Einen Teil der Strecke legten wir auf der alten Römerstrasse Via Belgica zurück. Die ist noch im Originalzustand und seit 2000 Jahren nicht mehr renoviert worden😊

In Jülich haben wir uns ein großes Eis gegönnt und uns dann für die 2te Hälfte fertiggemacht. Bei der nächsten Pause unter einem schattigen Baum haben wir uns von allem unnötigen Ballast befreit: Kleiderbügel, Prospekte, etwas warmgewordener Käse usw. Die essbaren Sachen wurden verfuttert.

Wir mussten die Sophienhöhe ( eine alte Abraumhalde ) umgehen und kamen dem Dom langsam näher. In der Nähe von Königsdorf waren unsere Getränkevorräte ziemlich am Ende. Zum Glück kamen wir endlich an einer Tankstelle vorbei und konnten uns eiskalte Getränke kaufen. Nach der Erfrischung konnte uns nichts mehr aufhalten🚴🏻🚴🏻 Die Aachener Straße runter war dann nur noch ein Klacks😊

Andreas hatte nach Hause noch eine kleine Extrarunde, bei ihm waren es dann über 100Km.

die Gesamt-Daten der Tour

Zuhause war die Dusche der wichtigste Ort 🚿

von Belgien zu den Niederlanden

Heute werden wir Belgien verlassen. Dazu müssen wir uns selbst übertreffen: mit 76Km die längste Etappe der Tour. Da es vorher keine bezahlbaren Unterkünfte gibt müssen wir durchhalten. Das Thermometer soll auf 28 Grad ansteigen🥵 Das wird auch ein Rekord werden☹️

Am Kanal entlang machte das Fahren Spaß, wenn der Wind nicht gewesen wäre.

Eine Kaffeepause nach 20 Km brachte uns neue Energie. Leider mussten wir uns vom Kanal trennen☹️

keine Ahnung was hier in die Luft geblasen wird☹️

Auf den Landstraßen gab es auch mal was positives zu sehen: die begrünte Nike Zentrale mit begrüntem Parkplatz👍

Wir kamen stetig voran, gegen 13:00 hatten wir die Hälfte hinter uns. Auf der nächsten Bank gabs dann Mittag.

hier lebt sogar der Tisch

Ein Teil der Strecke war eine alte Bahntrasse die teilweise durch ein Moor führt.

kann man mit dem Auto nicht sehen

Im großen und ganzen hatten wir viel Schatten auf der Strecke und leichten Wind. Da ist uns die Temperatur nicht so schlimm vorgekommen.

Kurz vor dem Tagesziel kam das Highlight des Tages: die Fähre über die Maas😊

proppenvoll

Optisch kam es uns so vor als könnte man durchwaten, sicherheitshalber haben wir dann doch die Fähre genommen. Außerdem ist die Fähre für Fußgänger und Radfahrer frei.

Direkt nach der Fähre liegt unser Hotel. Als Begrüßung gab es erstmal ein Glas Bier 🍺 Sowas baut uns auf😊

Das Abendessen war eine Kombination aus unserer Unterkunft ( da gabs das Bier ) und dem Snackpoint ( der hatte das Futter ) Alles zu unserer besten Zufriedenheit👍

lecker😊

Plus Nachtisch

auch lecker😊

immer am Kanal entlang

Heute Morgen haben wir uns Antwerpen noch mal in Ruhe angesehen ( zumindestens die Altstadt) Die Bewohner haben sich vom stressigen Abend erholt und waren noch beim Frühstücken, die Straßen also leer.

Durch den alten Hafen kamen wir zum neuen Trendviertel.

Vor 10 Jahren war hier noch das Schmuddelviertel, jetzt wird überall gebaut,

Ein architektonisches Highlight war der Bahnhof. Er kann es locker mit einer Kathedrale aufnehmen👍

Irgendwann haben wir uns an unsere Aufgabe erinnert und sind Richtung Köln weitergefahren🚴🏻🚴🏻 Bis wir aus Antwerpen raus waren hat es eine Weile gedauert; durch sehr bunte Viertel und an aufgegebenen Häusern vorbei. Der Straßenverkehr war heftig und sehr laut☹️

Am Kanal konnten wir unsere Ohren etwas entspannen. Mit Rückenwind machten wir bei Tempo 25Km/h gute Kilometer. Störend waren nur die Rennradfahrer die in Pulks oder alleine mit 35Km/h an uns vorbeizogen, Aus deren Sicht waren wir die Störer😊 Die Krönung waren die S-Pedelecs die mit 45Km/h an allen vorbeizogen. Keine Hektik, immer gleichmäßig, war unsere Devise.

immer am Kanal lang

Irgendwann sahen wir auf der anderen Seite schwindelfreie Supermänner. Wir waren uns einig das wir für diesen Job nicht geeignet sind.

Die Pump- und Schleusenbauwerke waren beeindruckend.

Natürlich haben wir uns auch an einem Beachclub unseren Cappuccino gegönnt.

Stimmung 👍

Am Ziel wurden wir negativ überrascht: das Restaurant hat am Wochenende zu☹️

Die Restaurants in der Umgebung waren entweder weit weg oder geschlossen☹️ Wir haben deshalb mal den Burger King besucht; der erste Besuch in einem Fast Food Restaurant.

schöner Anblick am Abend

Heute geht es rund🌬️🌬️

Unser alter Freund der Gegenwind zeigt sich heute mal von seiner allerbesten Seite: als Rückenwind mit 25Km/h und in Böen bis 50 Km/h!! Mal sehen ob wir überhaupt treten müssen oder ständig bremsen😊

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt☹️ Während Andreas sein Fahrrad bepackte gab es einen Wolkenbruch. Wir fuhren also bei heftigem Regen los 🌧️ Noch in Genk tauschte Andreas seine Regenabwehrbekleidung gegen die Jacke. So ging es weiter, immer wieder Maskenball😂 Nachdem wir den Radweg an der Bahnstrecke erreicht hatten waren wir im Shirt unterwegs. Dort kam dann auch der spannende Moment: der Tacho sprang auf 2000Km um.

der Weg ist das Ziel🚴🏻🚴🏻

Im nächsten Ort haben wir uns während eines kurzen Nieselregens einen Cappuccino gegönnt; stilecht mit Amaretto. Der beste Kaffee auf der ganzen Tour👍

das haben wir uns verdient 😊

Bei der nächsten Pause ( im strahlendem Sonnenschein ) bemerkten wir das die Beleuchtung ( in Belgien stehen an den meisten Radwegen Laternen ) per Bewegungsmelder auf vorbeifahrende Radler reagiert. Das muss abends ein gutes Gefühl sein wenn vor einem das Licht angeht.

Beleuchtung mit Bewegungsmelder

Am Wegesrand tauchten immer wieder Gewächshäuser auf.

alles Gewächshäuser

Wir haben mal durch die Tür geschaut und das Fass gesehen Ob da was harmloses drin ist??

ob das wirklich gesund ist?

Beim Start nach der nächsten Pause hörte ich plötzlich ein Klappern am Boden. Dort lag meine rechte Pedale!!! Wir haben bemerkt das sich eine Kontermutter mit Linksgewinde gelöst hat. Mit unserem Bordwerkzeug konnten wir die Pedale wieder befestigen😊 Ich möchte mir nicht vorstellen was passiert währe wenn mir die Pedale auf dem Pont de Saint-Nazaire flöten gegangen währe🤔

Ohne weitere Unterbrechungen folgten wir dem Radweg F4 und standen plötzlich vor einem Haus🤔 Der Weg über die Schelde ging unter der Schelde lang! Todesmutig gingen wir zur Rolltreppe und haben die Entscheidung sofort bereut☹️ Mit unseren schwer beladenen Rädern bestand die Gefahr unkontrolliert zu beschleunigen☹️ Nur mit viel Mühe konnten wir die Räder bändigen. Leider gab es dann noch eine 2te Rolltreppe abwärts mit denselben Problemen. Schweißgebadet, aber ohne Crash kamen wir unten an.

Um mal richtige belgische Fritten zu probieren haben wir uns für eine der ersten Adressen entschieden😊 Es war lecker👍 Die Franzosen sollten hier mal Bildungsurlaub in Sachen Fritten machen😊

Nach dem üppigen Mahl schlenderten wir noch durch die Stadt und waren überrascht vom Trubel in der Stadt. Jeder Platz in jedem Restaurant besetzt. Ein Restaurant neben dem anderen. Und nicht nur in einer Strasse, ein riesiges Gebiet. Die Kölner Altstadt ist dagegen mickrig.