Heute wird’s heiß 🥵

Der erste Tag an dem wir bereits in Sommersachen und frisch eingeölt starten.

Die Umbaumassnahmen um das Fenster zu öffnen und die Leine aufzuhängen wurden rückgängig gemacht. Die Jacke noch mal kurz aufgebügelt, und dann ging es los,

wir wollen doch einen guten Eindruck hinterlassen😊

Um 10Uhr sind es bereits 20 Grad, am Nachmittag sollen es 28 Grad werden. Wir hoffen auf schattige Wege😊

Die Buckelwale mussten natürlich auch gefüttert werden.

Die Route ging heftig auf und ab ( je 300 Höhenmeter rauf und runter ) Bei einer kleinen Pause zum Luftholen kamen wir mit einem Radfahrer aus der Gegend ins Gespräch. Da seine Frau aus Deutschland kam wurde das Gespräch auf deutsch, englisch und französisch geführt😊 So einfach kann’s sein.

In Etretat waren wir erstmal vom riesigen Parkplatz vor der Stadt überrascht. Als Radfahrer sind wir natürlich an allem vorbei ins Städtchen gefahren🚴🏻

Dort war dann das Chaos: alle Auto- und Wohnmobilfahrer wollten ins Städtchen. Die Parkplätze waren aber voll also mussten alle wieder raus😂

Unser Quartier liegt mitten in der Fußgängerzone im ersten Stock. Wir haben ausreichend Platz und Waschgelegenheit👍Mit dem Jakuzzi können wir nicht viel anfangen☹️

Als Ausgleich zum Radfahren sind wir auf die Felsen gestiegen. Von oben gibt es eine super Aussicht.

Am Abend haben wir uns an der Promenade ein schönes Plätzchen gesucht und den Sonnenuntergang bewundert.

Die nächste Brücke

Am Vorabend haben wir uns eine Menge Gedanken über die Brücke gemacht: drumherum waren es ca. 100km, mit der Bahn war es nicht ganz klar wie es funktioniert und beim Bustransfer hätten wir uns am Freitag anmelden müssen. Uns blieb also nur der direkte Weg über die Brücke übrig.

Zuerst mal mussten wir zur Brücke kommen. An schönen Orten mit kleinen Häfen ging es die Küste entlang.

Das negative Highlight war Deauville: vollgestopft mit Autos, Hotelburgen und Casino. Leider waren auf dem Weg nach Honfleur noch ein paar Berge zu überwinden. Die haben wir teils schiebend teils fahrend bewältigt. In Honfleur haben wir uns mit einem Kaffee gestärkt und sind dann Richtung Brücke gefahren.

Wir haben uns gegenseitig Mut zugesprochen und sind dann gestartet.

der Startpunkt

Wegen Sonntag waren keine LKW unterwegs, die PKW durften nur 70km/h fahren und der Wind machte eine Pause. Wir haben uns daher für die Fahrradspur entschieden und sind los🚴🏻🚴🏻 Der Seitenwind war heftig und einige Transporter kamen recht nah an uns vorbei☹️ Wir haben es trotzdem bis oben geschafft 👍

Es war nicht ganz so schlimm wie in San Nazaire, aber jeden Tag braucht man das nicht😊 Weitere Brücken dieses Kalibers kommen hoffentlich nicht mehr.

Am Fuß der Brücke fragte ein junges Pärchen auf englisch wie die Situation auf der Brücke ist. Nach ein paar Sekunden merkten wir es sind auch deutsche👍 Die beiden kamen aus Oldenburg und wollen nach Cádiz ( neben Gibraltar ) Sie hatten 1000 km hinter sich und mindestens 2000 km vor sich👍👍 Die beiden sind etwas jünger wie wir und machen 60 bis 90km am Tag. Hut ab. Im September wollen sie zum Studienbeginn in Cádiz sein.

4 Langstreckenradler

Wir brauchten nur noch auszurollen und waren nach Durchquerung des Hafens am Ziel. Nach der obligatorischen Wäsche sind wir noch durch die Stadt gelaufen, haben etwas gefuttert und am Hafen noch ein Bier gegönnt.

27.Juli

Jetzt kommt der Text zum 27.Juli. Gestern Abend war ich unlustig.

Da wir wissen wollten ob das Meer noch da ist sind wir nochmal am Hafen vorbeigefahren. Das Meer war weg und alle Leute haben mit ihren Treckern Boote und Strandsegler auf den Strand gebracht. Der Trecker mit dem Hai ist eine höhergelegte Version mit 2CV Antrieb. Als alter Entenfahrer war das für mich natürlich interessant.

An der Küste entlang ging es Richtung Carbourg. An einer Kreuzung stand der Hinweis auf einen britischen Mahnmal. Wir sind hingefahren und waren von der Anlage beeindruckt. Auf jeder Säule standen die Namen gefallener britischer Soldaten mit dem jeweiligem Alter, die meisten unter 30. Ein beklemmendes Gefühll.

Weiter ging es an der Küste und den Kanälen entlang. In der Nähe des Fährhafens nach England war der Anteil der dunkelhäutigen Bevölkerung sehr hoch, als Andreas mal in die Büsche wollte zickte er zurück: da sind überall Zelte!! Da wussten wir warum um den Fährhafen Doppelzäune mit Stacheldraht waren.

In einem kleinen Fischerort konnten wir auf dem Fischmarkt die Möwen auf ihrer Suche nach Beute beobachten. Am besten zeigt man nicht das man ein Fischbrötchen in der Hand hat.

Bei unserer Mittagspause wurden wir von einer Undercover Katze beobachtet.

Nachdem wir unser Hotel in Carbourg bezogen hatte wurden wir von einem infernalischem Lärm gestört: zuerst übten die Düsenjets der Franzosen Kunstflug mit farbigem Abgasstrahl, danach malte ein Propellerflugzeug mit ähnlicher Lärmkulisse Herzen und Smileys in den Himmel. Nach einer Stunde war das Spektakel vorbei. In der Stadt haben wir mittelmäßig gegessen und danach einen Spaziergang zur Strandpromenade gemacht. Dort galt: sehen und gesehen werden😊 Am Grand Hotel waren im Restaurant deshalb alle Plätze besetzt. Wir haben uns mehr für den Sonnenuntergang, das Meer und die Boote im Fluss interessiert.

seit 4 Wochen unterwegs 🚴🏻🚴🏻

Wir mussten unseren müden Knochen einen Tag Entspannung gönnen. Nach einem ruhigen Frühstück sind wir an den Strand gefahren. Dort war Ebbe, also Sandstrand bis zum abwinken. Viele Anbieter für Wassersport brachten ihr Angebot in Stellung.

hier kann man Strandsegeln lernen

Bei Ebbe konnten wir näher an die alten Betonklötze herankommen.

Die Pontons haben mittlerweile 80 Jahre jedem Sturm getrotzt. Englische Wertarbeit👍

Um nicht ganz aus der Übung zu kommen sind wir zum 360 Grad Dokumentationszentrum gefahren und haben uns eine Dokumentation über die 100 Tage nach der Invasion angeschaut. Es war beeindruckend und bedrückend.

Auf der Rückfahrt haben wir uns noch einen Kaffee plus Eis gegönnt. Danach wollten wir zum Strand, der war aber jetzt wieder ziemlich schmal geworden. Flut eben.

Der Himmel war bedeckt, aber es war nicht kalt. Also haben wir eine Weile geröchelt und dann den wahren Helden beim Baden zugesehen👍

Wir waren am leeren Ende des Strandes, jetzt wissen wir warum hier keiner war.

Das ist ganz bestimmt Quellwasser

Als es uns dann zu kalt wurde sind wir zurück zum Hotel, mit einem kleinen Umweg zum Supermarkt; Baguette und Bier holen😊

Strand der Normandie

Heute gibt’s eine kurze Etappe.

Vor dem Start bekommen unsere Ponys etwas Futter damit sie bei Kräften bleiben😊

Um Bajeux sind wir herumgefahren Richtung Strand🚴🏻 Auf einer 60 Meter hohen Klippe liegt die Batterie Longues-sur-Mer. Im Jahr 1944 innerhalb von 6 Monaten gebaut haben die 4 Kanonen die Invasion auch nicht aufhalten können.

ein Touristenmagnet

Die ganze Normandie ist immer noch im Fieber des 80ten Jahrestages des D-Day. Überall Flaggen, historische Militärfahrzeuge und geschmückte Schaufenster.

selbst ich konnte die Invasion nicht aufhalten😊

Bei der Bunkerbesichtigung kam wieder mal Regen auf und wieder mal benutzte Andreas seine Regenabwehrbekleidung

😊 Erfolgreich wie immer😂

Auf dem Weg zum Zielort sind wir dem Küstenweg gefolgt, der ging manchmal ganz schön abwärts. Hier sind es 10%

Zur Stärkung haben wir uns im Strandcaffee jeder eine Galette genehmigt. ( Crêpe=süß Galette=herzhaft ) Wir haben beschlossen bei Crêpe zu bleiben.

jetzt noch 5 Grad mehr…..

Auf dem Weg zum Supermarkt kam der Regen um 16Uhr anstatt wie angekündigt um 17Uhr. Wir waren also wieder nass☹️ Im Hotelzimmer haben wir alle Register gezogen damit die Sachen trocken werden.