seit 4 Wochen unterwegs 🚴🏻🚴🏻

Wir mussten unseren müden Knochen einen Tag Entspannung gönnen. Nach einem ruhigen Frühstück sind wir an den Strand gefahren. Dort war Ebbe, also Sandstrand bis zum abwinken. Viele Anbieter für Wassersport brachten ihr Angebot in Stellung.

hier kann man Strandsegeln lernen

Bei Ebbe konnten wir näher an die alten Betonklötze herankommen.

Die Pontons haben mittlerweile 80 Jahre jedem Sturm getrotzt. Englische Wertarbeit👍

Um nicht ganz aus der Übung zu kommen sind wir zum 360 Grad Dokumentationszentrum gefahren und haben uns eine Dokumentation über die 100 Tage nach der Invasion angeschaut. Es war beeindruckend und bedrückend.

Auf der Rückfahrt haben wir uns noch einen Kaffee plus Eis gegönnt. Danach wollten wir zum Strand, der war aber jetzt wieder ziemlich schmal geworden. Flut eben.

Der Himmel war bedeckt, aber es war nicht kalt. Also haben wir eine Weile geröchelt und dann den wahren Helden beim Baden zugesehen👍

Wir waren am leeren Ende des Strandes, jetzt wissen wir warum hier keiner war.

Das ist ganz bestimmt Quellwasser

Als es uns dann zu kalt wurde sind wir zurück zum Hotel, mit einem kleinen Umweg zum Supermarkt; Baguette und Bier holen😊

Strand der Normandie

Heute gibt’s eine kurze Etappe.

Vor dem Start bekommen unsere Ponys etwas Futter damit sie bei Kräften bleiben😊

Um Bajeux sind wir herumgefahren Richtung Strand🚴🏻 Auf einer 60 Meter hohen Klippe liegt die Batterie Longues-sur-Mer. Im Jahr 1944 innerhalb von 6 Monaten gebaut haben die 4 Kanonen die Invasion auch nicht aufhalten können.

ein Touristenmagnet

Die ganze Normandie ist immer noch im Fieber des 80ten Jahrestages des D-Day. Überall Flaggen, historische Militärfahrzeuge und geschmückte Schaufenster.

selbst ich konnte die Invasion nicht aufhalten😊

Bei der Bunkerbesichtigung kam wieder mal Regen auf und wieder mal benutzte Andreas seine Regenabwehrbekleidung

😊 Erfolgreich wie immer😂

Auf dem Weg zum Zielort sind wir dem Küstenweg gefolgt, der ging manchmal ganz schön abwärts. Hier sind es 10%

Zur Stärkung haben wir uns im Strandcaffee jeder eine Galette genehmigt. ( Crêpe=süß Galette=herzhaft ) Wir haben beschlossen bei Crêpe zu bleiben.

jetzt noch 5 Grad mehr…..

Auf dem Weg zum Supermarkt kam der Regen um 16Uhr anstatt wie angekündigt um 17Uhr. Wir waren also wieder nass☹️ Im Hotelzimmer haben wir alle Register gezogen damit die Sachen trocken werden.

und heute Etappe 3

Der Morgen begann mit einer Überraschung: dichter Nebel. Sowas hatten wir auf der Tour noch nicht.

gestern war die Aussicht besser

Als Andreas nach der Wäsche sah kam der Schock: alles noch so nass wie wir es gestern aufgehängt hatten☹️ Die Sachen müssen also nass in die Tasche. Das Frühstück hat uns dann wieder aufgerichtet. Draußen fühlt es sich nasskalt 🥶 an. Wo ist der Sommer? Wir haben immerhin Mitte Juli!!

Nach 5 Minuten geschah das Wunder; die Sonne kam raus😊 Die Temperatur war sofort angenehm und die Jacken kamen in die Tasche.

Spinnennetz im Morgentau

Die Strecke ging bergauf und bergab, wobei gefühlt der Bergauf-Anteil wesentlich grösser war.

abwechslungsreiche Strecke

Laut Guide Michelin lag an der Strecke ein sehr gutes Hotel. Bei der Ankunft haben wir uns aber dagegen entschieden; es gibt keine Fahrradparkplätze☹️

verkehrsgünstig an der Hauptstraße

Die erste Pause haben wir am Mahnmal des Hügel 226 gemacht. Die Tafeln und Gedenksteine waren nicht besprüht oder beschmiert! Nach mehreren strapaziösen Bergetappen fanden wir endlich ein offenes Café . Nach dem großen Kaffee fühlten wir uns gestärkt für die finale Abfahrt. Es lief super, beim Andreas bis zu 52km/h. Bei ca. 35 km/h setzt bei mir die Angst ein und ich bremse ab. Vor dem inneren Auge biegt der Trecker auf die Straße ein oder es liegt ein Haufen Split in der Kurve…

Mittlerweile sind wir im Selfservice Hotel angekommen. Unser Zimmer sieht aus wie eine Wäscherei aber was soll’s, die Klamotten müssen trocken werden da uns die Unterhosen ausgehen😊

Mit den Rädern waren wir in ein paar Minuten in der Innenstadt. Nach den Dörfern der letzten Tage waren wir wieder mal in einer richtigen Stadt😊 Wir kamen an der Cathedrale Notre-Dameom vorbei ( eine schlichte Imitation des Kölner Dom in schlechtem Zustand ) und schoben die Räder durch die Fußgängerzone.

ein Riesenbonsai

Gegen 18Uhr fanden wir einen Platz in einem Restaurant und bestellten uns etwas zum Essen. Um 18:45 gab es keine freien Plätze mehr und die Leute warteten darauf das Gäste bezahlten. Wir hatten den richtigen Zeitpunkt erwischt😊 Das Zimmer für die nächsten 2 Tage haben wir auch schon gebucht; Feierabend

Etappe 2 zur Normandie

Die erste Kuppe haben wir hinter uns😊 Jetzt geht es weiter. Unser Quartier hinterließ eine zwiespältig Meinung. Der Schlaf war gut, die Trocknungsleistung war gut, die Räder hatten einen eigenen Stall. Das Frühstück war französisch, also überschaubar. Das ganze Haus war aber baufällig, als ich mich am Geländer abstützen musste ist es fast abgebrochen☹️

Die Route bestand heute aus Steigungen ( ab 9% haben wir geschoben ) und rasanten Abfahrten.

Unsere Pause haben wir an einem Parkplatz mit Ehrenmal gemacht. Damals wie heute eine wichtige Kreuzung.

Früher Panzer heute LKW

Um unseren Hunger zu stillen haben wir uns den Pizza-Automat angesehen. Das Richtige war aber nicht dabei; außerdem fehlt uns die Mikrowelle zum Fertigbacken.

Als der Nieselregen überhand nahm zog Andreas seine Regenabwehrbekleidung an. Es hat gewirkt; 10 Minuten später war T-Shirt angesagt😊

Nach über 40km kamen wir schließlich im Nest Campeaux an. Das Nest ist nicht lebenswert👎👎 Jede Minute keucht ein schwerer LKW die Hauptstraße hoch und ein anderer hinunter☹️ Der einzige Bäcker im Ort hat Urlaub sodass unser Einkauf im einzigen offenen Laden kompliziert wurde. Aber unser Abendessen ist gesichert. Die Unterkunft ist ein Glücksfall: weit genug weg von der Hauptstraße, ein Blick ins Grüne und genug Platz um unsere Wäsche aufzuhängen😊

Unser Abendessen in freier Natur war ein Highlight. Käse, Bier und Schinken😊

das zieht rein😊

die Fahrt nach Brécey

Heute ging es los in Richtung Normandie. Über Sonnencreme und Wind mussten wir uns keine Gedanken machen😊 Es ging erst in Richtung Berg und dann über Schafswiesen an der Bucht mit dem Mont Saint Michel entlang. Der imposante Berg war noch recht lange zu sehen. Der Besucherstrom war heute ( ein Montag ) wesentlich geringer als gestern. Auf den Straßen verlief der Verkehr hauptsächlich in Richtung Mont Saint Michel, wir waren zum Glück in Gegenrichtung unterwegs😊 Die Route führte uns über Radwege, Nebenstraßen und auch über eine Eisenbahntrasse.

Am Beginn der Eisenbahntrasse haben wir einem Einspänner Vorfahrt gewährt. Das Pferd gab ganz schön Gas. Wir kamen nur hinterher weil der Kutscher die Querhölzer beiseiteschieben musste.

nur 1 PS😊

Der anstrengende Teil begann 14 km vor unserem Ziel. Es ging kontinuierlich aufwärts. Kurz vor dem Ziel kam noch Regen dazu, zur Abkühlung. Die Unterkunft war dann etwas ernüchternd: Dusche auf dem Zimmer heißt nicht Toilette auf dem Zimmer😂 Dafür trocknet die Wäsche im offenen Fenster sehr gut👍 Wenn da nicht die vielen Trecker wären die vor dem Hotel langfahren. Mal sehen wie lange noch. Da heute Montag ist hat das Restaurant im Hotel geschlossen. Bei einem Spaziergang durchs Dorf haben wir uns alles nötige gekauft und auf der Terrasse unser Abendessen genossen.

Wir haben nach etwas Bier in unserem Komfortzimmer noch etwas Rosé vernascht und dann war Ruhe, auch von außen. ( wir haben gegenüber der Feuerwehr gewohnt )